Rauchende Nachbarn 

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Rauchen macht krank!

Bloged in by admin Montag Oktober 15, 2007

Rauchen ist schädlich, das ist jedem Raucher bewusst…nur ist Verdrängung genauso weit verbreitet wie die Meinung, dass es viele alte Raucher gibt. Aber haben nicht die meisten Raucher im Familien- und/oder Bekanntenkreis Fälle von Erkrankungen? Und sei es „nur“ der morgendliche Raucherhusten…der ja „eh wieder bis zur nächsten Zigarette verschwunden ist…“. Fragt man einen Raucher wovor er Angst hat, so antworten die meisten, sie hätten Angst an Krebs zu erkranken, speziell an Lungenkrebs. Dieser ist allerdings nicht unbedingt die häufigste Krebsart bei Freunden der Glimmstängel. Nichtraucher haben eine bis zu 80% geringere Wahrscheinlichkeit an folgenden Organen bösartige Tumore zu entwickeln: es beginnt mit den Lippen, dem Zahnfleisch, der Mundhöhle, dem Rachen, dem Kehlkopf, der Speise- und Luftröhre, des Magens, der Bauchspeicheldrüse, des Darms, der Nieren, des Blutes…bei der Frau die Brust oder auch die Gebärmutter, bei Männern sind Prostata und Hoden betroffen. Genau genommen können alle Zellen, die mit den krebserregenden Substanzen der Zigarette in Berührung kommen Krebs entwickeln und wenn noch alles im Organismus funktioniert, dann kommt das Blut ja bekanntlich so gut wie überall hin. Krebs kommt im Gegensatz zu den sogenannten „Vorerkrankungen“ weit weniger vor. Raucher leiden, bevor sie die Diagnose Krebs erhalten, an Krankheiten wie Impotenz oder Verlust der Libido, Sehstörungen, Knochenschwund, chronischer Bronchitis, Asthma oder auch Bluthochdruck. Und genau dieser ist das eigentlich so gefährliche am Rauchen, denn er ist Grund für die häufigste aller Erkrankungen…der Blutgefäßverkalkung, vielleicht auch bekannt als „Arteriosklerose“. Neben dem Rauchen sind ein erhöhter Blutfettspiegel, Übergewicht, Alkoholkonsum, Diabetes und Bewegungsmangel Auslöser für diese schleichende und meist erst zu spät bemerkte Krankheit. Doch allein das Rauchen von 10 Zigaretten pro Tag verdoppelt das Risiko. Wenn die Blutgefäße über die Jahre verkalken, so hat das eine verminderte Sauerstoffversorgung für sämtliche Organe zur Folge. Vielleicht sagen dem einen oder anderen Krankheiten wie Herzinfarkt, oder seine Vorstufe die „akute Brustenge“, Schlaganfall und Embolie etwas. Das alles ist nur solange ganz weit weg, bis es einen erwischt. Leider stirbt jeder zweite Herzinfarktpatient noch im Rettungswagen, bevor dieser das Krankenhaus erreicht. Bei Raucherinnen, die zu Verhütungszwecken die Anti-Baby-Pille einnehmen, erhöht sich das Risiko an einem Infarkt zu sterben bis zu 50%. Erste Anzeichen sind auch Schmerzen in den Beinen, wenn die Gefäße durch Verschluss unzureichend durchblutet werden und man beim Gehen durch den erhöhten Sauerstoffverbrauch Schmerzen verspürt. Wird das Rauchen dann nicht unmittelbar eingestellt, so ist das Raucherbein nur noch eine Frage der Zeit. 99% Prozent der Beine, die amputiert werden, gehörten zuvor passionierten Rauchern…die Zahl ist nebenbei gesagt aufgerundet. Doch nicht „nur“ die Gefäße werden früher oder später in Mitleidenschaft gezogen. Die Angst um die Lunge ist berechtigt. Zu der möglichen Bronchitis kommt noch das Risiko einer Lungenblähung hinzu. Die Lungenbläschen werden durch die Teerschicht und durch die veränderte Oberfläche nach und nach nicht mehr vollständig entleert, vergrößern sich und platzen im schlimmsten Fall. Patienten im Endstadium werden bei jedem anstrengenden Schritt von einem Sauerstoffgerät begleitet. Für manchen mag das alles wie Schwarzmalerei klingen. Denen sei folgendes ans Herz gelegt: rauchen schadet, eben mehr oder auch weniger. Jeder Raucher ist betroffen, sei es von der schlechter durchbluteten Haut, dem beschleunigten Alterungsprozess, den Zahnfleisch- oder Magenschleimhautentzündungen, dem Husten, der verminderten Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit, der geschädigten Leber usw. …Ärzte berichten bei Rauchern immer häufiger über Komplikationen bei Eingriffen oder höheren Dosierungen bei Narkosen, Fehlgeburten, zeitig einsetzenden Wechseljahren bei Frauen und schlechteren Heilungsprozessen.
Ein verbreitetes Gerücht soll hier noch aus der Welt geschafft werden.                               Viele Raucher, die sich langsam über die Gefahren bewusst werden, versuchen auf sogenannte „light“ Zigaretten umzusteigen. Es handelt sich hier um einen fatalen Trugschluss! Diese Zigaretten enthalten zwar weniger Nikotin und Schadstoffe, dafür aber andere Inhaltsstoffe, die bewirkten, dass das Nikotin über die Mundschleimhaut schneller und intensiver aufgenommen wird. Außerdem ist der Tabak in diesen Zigaretten um einiges stärker als der in „normalen“ Zigaretten. Der Begriff „light“ wird damit begründet, dass die Hersteller Filter verwenden, die mit kleinen Löchern versehen sind, die zusätzliche Luft ziehen. Der Gedanke ist nur ein wenig unausgereift, wenn man bedenkt, dass der Filter mit Fingern und Lippen bedeckt ist…Fakt ist auf jeden Fall: rauchen ist ungesund.  Und wen Bilder von Raucherlungen und Texte wie diese nicht wenigstens zum Nachdenken anregen, der sollte seinen Arzt um einen von den Krankenkassen bezahlten Lungenfunktionstest bitten…die sind meist Schocktherapie in Perfektion!

K.B. für Rauchende-Nachbarn.de

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