Rauchende Nachbarn 

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Passiv rauchen

Bloged in by admin Montag Oktober 15, 2007

Viele kennen es: man sitzt im Café, trinkt einen Kaffee und atmet den Qualm einer Zigarette ein…unfreiwillig! Diese Situation beschreibt das passivrauchen.
Es passiert jeden Tag, in geschlossenen Räumen, stundenlang, manchmal mehr oder weniger unbewusst, aber nie ohne Folgen. Kaum jemand weiß, dass die Konzentration einiger Substanzen in dem sichtbaren Rauch, welcher vom Raucher ausgeht, fast 130 mal größer ist, als der Qualm, den der Raucher einatmet.
Studien belegen, dass Menschen, die 5-6 Stunden in „Raucherhochburgen“ wie Kneipen und Cafés verbringen, passiv soviel Rauch einatmen, als wenn sie selbst 2 Zigaretten geraucht hätten…soll heißen: es gibt Orte, an denen rauchen alle – sie unterscheiden sich nur in Häufigkeit und Ausmaß!

Rauchen in der Schwangerschaft:
Die Opfer sitzen jedoch nicht nur an öffentlichen Plätzen, die werden in ihren eigenen vier Wänden in die blaue Dunstwolke eingehüllt. Die Rede ist von Kindern.
Über acht Millionen Kinder sind in deutschen Haushalten ihren rauchenden Eltern ausgesetzt. Vielen Eltern ist leider nicht bewusst, dass Lüften und ein wohlgemeinter Abstand so gut wie zwecklos ist. Auch die offene Fensterscheibe beim Auto fahren ist eher der Grund für den nächsten steifen Hals der Kinder, aber sonst eher sinnlos. Der sichtbare Rauch zieht vielleicht ab, aber davon noch längst nicht alles. Der Rauch setzt sich in Kleidung, Möbeln, Gardinen und Lungen ihrer Kinder fest und richtet dort erheblichen Schaden an.
Auch ungeborene Kinder rauchen passiv mit. ( Mehr Informationen zum Thema Rauchen in der Schwangerschaft. )
Es ist belegt, dass Babys, deren Mütter während der Schwangerschaft aktiv oder eben auch passiv geraucht haben, meist mit deutlichem Untergewicht auf die Welt kommen, anfälliger für Allergien sind und die Schwangerschaft von Komplikationen begleitet wird. Doch nicht nur Kinder sind betroffen. Nichtraucher werden am häufigsten in ihrer Freizeit mit Zigarettenqualm konfrontiert, bei Freunden und Verwandten, im Restaurant oder an der Bushaltestelle. Einige Raucher kontern mit dem Argument, dass sie ein Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit und Privatsphäre haben. Aber auch die müssen wohl oder übel zugeben, dass es einfach zu weit geht, wenn Augenbrennen, Kopfschmerzen, oder akute Schwindelanfälle die passiven Raucher ereilt.
Und das sind noch mehr oder weniger harmlose Folgen. Ernster wird es dann, wenn man liest, dass in Deutschland jährlich über 3000 Nichtraucher an den Folgen der unfreiwillig gerauchten Zigaretten, vor allem Frauen, sterben. Zu den weitreichenden Folgen gehören Schlafstörungen, Atemwegsymptome wie Bronchitis oder auch chronisch gereizte Schleimhäute, verminderte Leistungsfähigkeit und gestörte Geschmacksempfindung. Je länger die Nichtraucher dem Qualm ausgesetzt sind, um so mehr steigt das Risiko an einer dieser möglichen Folgen zu leiden.
Gerade chronisch Kranke, Schwangere, Kinder und Jugendliche, ältere und eh schon körperlich geschwächte Menschen sind besonders gefährdet.
Noch ist Deutschland eher in den abgeschlagenen Plätzen beim Thema Nichtraucherschutz in Europa zu finden. Aber die Politik ist mit Gesetzen zum Schutz für Nichtraucher und Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, Ämtern, Krankenhäusern und Restaurants auf einem innovativen und vor allem gesunden Weg.
Raucher sollen sich nicht diskriminiert fühlen, Ziel ist nur: gleiches Recht für alle und Entscheidungsfreiheit, ob man rauchen möchte oder eher unfreiwillig mitraucht. 

Unser Tipp:  Achten Sie auch im Urlaub drauf, dass Sie ein Nichtraucher Hotelzimmer, ein Nichtraucher Ferienhaus oder ein Nichtraucher Ferien Appartment buchen! Dann wirds auch ein schöner und gesunder Urlaub!

 K.B. für Rauchende-Nachbarn.de

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