Ja was denn nun? Nichtraucherschutz und Wahlkampf
Der deutsche Föderalismus bietet ja immer wieder genug Gründe zum Kopfschütteln.
Den Vogel schießt man meiner Meinung nach aber beim Thema Rauchverbote ab.
Warum kann man da nicht eine einheitliche Linie finden?
Andere Länder bekommen das ja auch hin – wie man an den Beispielen Schottland, Italien, Frankreich etc. sieht.
Ist der Schutz der Gesundheit eines deutschen Nichtrauchers denn weniger wichtig als der eines französischen, schottischen oder timbuktanischen Nichtrauchers?
Besonders ärgerlich finde ich es, wenn der Nichtraucherschutz dann mal wieder auf dem Altar des Wahlkampfes geopfert wird.
Kaum sinken in Rheinland-Pfalz die Umfragewerte der SPD, was ganz sicher alleine auf die Rauchverbote zurückzuführen ist – ja ist klar
– entscheidet man sich zum Ende letzten Jahres dazu, das Rauchverbot erst nach der Fasnachtszeit in Kraft treten zu lassen und dazu dann auch noch eingeschränkt.
Die CSU in Bayern macht das jetzt nach.
Wie man bei den kürzlich abgehaltenen Kommunalwahlen gesehen hat, ist die CSU, drücken wir es vorsichtig aus, im Moment auch nicht mehr ganz auf dem Höhepunkt ihrer Beliebtheit im Freistaat.
Noch vor wenigen Wochen hatte sich Bayern eines besonders konsequenten Nichtraucherschutzes gerühmt, der sogar in den Festzelten des Oktoberfestes gelten sollte. Nun wurde diese Regelung für dieses Jahr außer Kraft gesetzt…
Nebenbei: In Bayern sind in diesem Jahr genau zur Halbzeit des Oktoberfestes Landtagswahlen…

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